Der Mann mit den Roots im Senegal kann momentan eigentlich machen was er will, es fängt in jedem Fall Feuer. Das war bisher bei allem was Booba gemacht hat so und es wird auch bei seinem ersten Mixtape "Autopsie Vol. 1" so sein. Kein Wunder, denn irgendwie kann sich jeder 92I Anhänger über dieses Mixtape freuen. Für alle die Booba erst seit "Pantheon" kennen ist es ein perfekter Einblick in sein früheres Schaffen, denn mit Tracks wie "Civilisé", "Pas l'temps pour les regrets" oder "Le son qui met la pression" sind auf Autopsie Vol. 1 echte Burner von 2000, aus den guten alten Lunatic Tagen vertreten.
Mit "Repose en paix" oder "Destinée" finden sich hier auch Songs von seinem ersten Longplayer Temps Mort" von 2001 und auch echte Sahnestücken wie "Hommes de l'ombre" von dem Nouvelle Donne Sampler oder "Les vrais savent" von der L432 Compilation fehlen nicht. Echte Fans bzw. echte Jäger und Sammler werden all diese Tracks bereits kennen und/ oder in ihrem Besitz haben. Aber selbst diese dürften sich über einige unveröffentlichte und legendäre Freestyle Radio Mitschnitte von Booba freuen.
Zwar bietet das Mixtape recht wenig Neues, aber mit exklusiven Remixen wie zum Beispiel von "La Faucheuse", der ersten Pantheon Single, oder der französischen "Locked up" Version von Akon mit Rap Part von Booba, sollten auch die hartnäckigsten Kritiker bis zu des Grossmeisters neuem Longplayer (Januar 2006) vertröstet sein. Und wer den Einzigen wirklich nagelneuen Song "Ouest Side", natürlich produziert von den Animal Sons, gehört hat, weiss dass es dieser Appetit Happen, mit insgesamt 34 Songs, richtig derb in sich hat.